Wirtschaftsförderung à la Gemeinderat

Die meisten Dörfer unserer Grösse sind eher Schlafstätten der in Basel und Umgebung arbeitenden Bevölkerung, die finanziell nicht aus eigenen Erträgen der lokalen Wertschöpfung leben können, sondern am Tropf des Finanzausgleiches hängen. Dies ist auch bei uns der Fall: ohne Finanzausleich wären wir tief in den roten Zahlen oder de facto pleite, unsere eigene Wirtschaftskraft reicht nicht annähernd aus, die Kosten der Gemeinde zu decken.

Man sollte also eigentlich darauf stolz sein, dass Röschenz dennoch über eine ganz ansehnliche Reihe kleiner Unternehmen verfügt, von einer national bekannten Garage, einem  Zimmereibetrieb, einem Malerbetrieb, Physiotherapie, diversen Architektur -und Ingenieurbüros, zwei der grössten Landwirtschaftsbetriebe der Nordwestschweiz, Blumenladen und Coiffeurbetrieb über einen sehr gut frequentierten Dorfladen bis hin zu zwei weit über die Region hinaus bekannte Restaurants.

Sollte man. Die Realität sieht allerdings anders aus: es gibt offenbar „genehme“ Betriebe, und es gibt solche, die von Seiten des Gemeinderates wohl „weniger genehm“ sind, das zumindest ist der Schluss, der sich einem aufdrängt, schaut man die nachfolgend beschriebenen Fakten an.

Die Glocken und die Gülle

Was passiert, wenn jemand neben der Kirche sein Haus baut, um sich dann zu beschweren, dass die Kirchenglocken seinen Schlaf stören? Oder von jemand anderem, der von der Stadt aufs Land zieht, um sich dann zu beklagen, dass es hin und wieder nach Gülle stinkt und Arbeiten auf dem Feld in der Erntezeit oft noch bis spät in die Nacht hinein dauern?

Würden wir der Kirche das Läuten verbieten? Oder dem Bauern verfügen, er habe die Geruchsemissionen seines Viehs zu beseitigen und die lärmigen Arbeiten auf dem Feld Punkt 22 Uhr zu beenden?

Wohl kaum, wenn man etwas gesunden Menschenverstand walten lässt (oder das Bundesgericht anruft, das in entsprechenden Fällen ebenfalls in diesem Sinne entschieden hat).

Im Falle des Restaurants zur Sonne scheint es bei Teilen des Gemeinderates und der Verwaltung mit dieser Erkenntnis nicht so weit her zu sein.

Der Hintergrund dieses Theaters, das alles andere als unterhaltsam, sondern im Gegenteil für das Restaurant existenzbedrohend ist, sind Beschwerden dreier Anwohner, von denen einer nicht einmal direkt betroffen ist, da zwischen ihm und dem Restaurant ein Haus das Geschehen abdeckt.

Notabene: kein Anwohner einer der anderen direkt angrenzenden Parzellen, auch nicht die, die z.B. direkt vom Küchenlärm oder den Parkplätzen betroffen sind, haben jemals eine Beschwerde eingereicht oder konnten die Beschwerden bestätigen.

Alle drei klagenden Parteien haben ihre Häuser gebaut, als das Restaurant zur Sonne bereits rund 100 Jahre ein Restaurant unserer Gemeinde war und es kein Anzeichen dafür gab, dass sich das jemals ändern würde, zumal der Betrieb klar ersichtlich in einer gemischten Wohn- und Geschäftszone steht.

Die Vorwürfe und die Massnahmen

Das Drama beginnt 2014 mit Klagen über die zu laute Entlüftungsanlage der Küche. Es wird später dann eine offizielle Messung durchgeführt, das Ergebnis ist eindeutig: mit 43 dB unterschreitet die Entlüftungsanlage selbst den Grenzwert für reine Wohnzonen von 50 dB deutlich, den eigentlich zulässigen Wert für die hier geltende Lärmschutzzone III von 55 dB sowieso.

Trotzdem investiert das Restaurant und baut einen zusätzlichen Schalldämpfer ein, um der Nachbarschaft entgegen zu kommen. Diese nimmt den Umbau zwar zur Kenntnis, Ruhe kehrt trotzdem nicht ein.

Denn nun folgt Beschwerde auf Beschwerde: es würden Türen geschlenzt, man höre das Klappern von Geschirr, es würde bei offenem Fenster gestaubsaugt, man höre Klopfgeräusche aus der Küche, es würden Stühle gerückt, und immer wieder: Gäste unterhielten sich lautstark im Garten.

Einige der Beschwerden nimmt das Restaurant ernst und reagiert auch entsprechend: die Aufräumarbeiten finden nicht mehr nachts nach Betriebsschluss, sondern vormittags statt. Glas und andere Dinge werden nach 20:00 Uhr nicht mehr in die vorgeschriebenen Behälter entsorgt, sondern gesammelt und ebenfalls erst am nächsten Morgen entsorgt. Gäste werden ausdrücklich darauf hingewiesen,  nach 22:00 Uhr beim Rauchen im Garten nur noch leise zu reden. Und selbst das Staubsaugen findet erst morgens statt, nicht mehr nach Dienstschluss.

Trotzdem hagelt es weiter Beschwerden, die drei Anwohner verlangen nun vom Gemeinderat ausdrücklich massive Sanktionen. Gleichzeitig werden die Beschwerden immer abstruser:  es soll zu Zeiten Lärm gegeben haben, zu denen das Restaurant nachweislich geschlossen war, oder durch die Nutzung der Feuerschale würde vorsätzlich Rauch erzeugt, wohl nur um die Nachbarn zu belästigen (darauf, dass kein Gast sich einem solchen Rauch aussetzen würde, kommt wohl niemand, und meines Wissens ist die Nutzung einer Feuerschale nicht per se verboten, sässe doch sonst einer meiner Nachbarn schon länger im Gefängnis).

Die Tatsachen und das Gesetz

Theoretisch gilt hierzulande die Unschuldsvermutung. Genauer: wenn man jemanden belangen will, muss sein Vergehen klar belegt sein.

In diesem Fall bedeutet das: um etwas gegen einen Betrieb ausrichten zu können, müssen die Klagen zu Lärm und Ruhestörung belegt sein. Für den Lärm bedeutet das, dass entsprechende Messungen belegen, dass die Lärmpegel das gemäss Zonenplan erlaubte Maximum überschreiten. Und für die Ruhestörung ist eine offizielle Feststellung derselben notwendig, was bedeutet, dass beispielsweise die Polizei formell eine Ruhestörung bestätigt.

Von beidem gibt es nichts, nicht einmal ansatzweise: die Lärmmessungen haben noch vor dem Einbau des Schalldämpfers Werte ergeben, die um rund 12 dB (also rund 4 mal so leise) niedriger lagen als der Grenzwert für diese Zone. Und obwohl die Polizei mehrmals gerufen worden war, konnte sie kein einziges Mal einen Tatbestand feststellen, der eine Klage wegen Ruhestörung auch nur ansatzweise gerechtfertigt hätte.

In anderen Worten: es liegt nichts vor, was ein Einschreiten des Gemeinderates in welcher Form auch immer gerechtfertigt hätte.

Der Gemeinderat und die Reaktion

Der Gemeinderat, oder besser: der Gemeindepräsident und seine Anhänger lassen sich von solch profanen Tatsachen jedoch nicht beirren. Unschuldsvermutung? So etwas brauchen wir in Röschenz offenbar nicht. Die Klage eines Anwohners genügt, dass unsere Helden mit fliegenden Fahnen jedes nur mögliche Mittel ergreifen, um ihren Anhängern (einen der Kläger finden wir auf der letzten Wahl-Liste unseres Präsidenten wieder) Genugtuung zu verschaffen.

Zahlenmässig ist der Fall eindeutig: ohne die Details der Sitzungen zu kennen, die ja der Schweigepflicht unterliegen, ist schon rein rechnerisch klar, wer das Sagen hat: da Jacqueline Wunderer als betroffene Wirtin und Gemeinderätin in diesem Geschäft in den Ausstand treten muss, bleiben sechs Gemeinderäte übrig. Bei Stimmengleichheit, also selbst ohne die Stimmen aller Gemeinderäte um den Präsidenten herum, gilt der Stichentscheid, und das ist, nun ja, der Präsident. Der Präsident könnte die verfahrene Situation bei falscher oder fehlender Rechtsgrundlage also problemlos mit seinem Stichentscheid beenden. Im Umkehrschluss kann man jedoch auch davon ausgehen, dass, wenn immer weiter versucht wird, dem Restaurant seine Existenzgrundlage zu entziehen, der Präsident als dann offenbar treibende Kraft nichts dergleichen tut, aus welchen Gründen auch immer.

Folgte man dem Gesetz, dann hätte der Gemeinderat die sich beklagenden Anwohner schlicht und einfach informieren müssen, dass keine ausreichenden belegten Verstösse für ein Vorgehen der Behörden gegen das Restaurant vorlägen, dass das Restaurant eine ganze Reihe Massnahmen ergriffen habe und man darum bitte, die Tatsache zu akzeptieren, dass ein Neubau neben einem Restaurant letzteres nicht zum Verschwinden brächte, sondern man mit den Einschränkungen leben müsse, die so eine Lage mit sich bringt, genau so, wie z.B. die Anwohner der Schindelhofstrasse das Läuten der Kirchenglocken akzeptieren müssen, so sie dort ihren Wohnsitz aufschlagen.

Offenbar aber kann der Gemeinderat nun von seinem hohen Ross nicht mehr herunter, der Held seinen Anhängern nicht eingestehen, dass er sich vergaloppiert hat. Denn was nun folgt, das entspricht in meinen Augen einer offenen Kriegserklärung, eine politische Ansage, die jeder rechtlichen Grundlage entbehrt:

Der Gemeinderat spricht eine Verwarnung gegen das Restaurant zur Sonne aus.

Die Verwarnung und das rechtliche Gehör

Wörtlich liest sich die Verwarnung wie folgt (wortgetreues Zitat aus der Verwarnung des Gemeinderates vom 25. September 2017, unterzeichnet von Gemeindepräsident Remo Oser und Gemeindeschreiber Heinz Schwyzer):

„Frau Jacqueline Wunderer wird, gestützt auf das 4 des Polizeireglements, hiermit ausdrücklich verwarnt. Sie hat inskünftig mit geeigneten Massnahmen dafür zu sorgen, dass die gesetzlichen Bestimmungen in Bezug auf die Einhaltung der Nachtruhe unbedingt eingehalten werden. Sollten dennoch Störungen auftreten, die von den Betriebsverantwortlichen nicht ausreichend bekämpft werden, wäre der Gemeinderat gezwungen, weitergehende Massnahmen, wie die Beantragung der zeitlichen Einschränkung der Gartenwirtschaft beim Pass- und Patentbüro, in Erwägung zu ziehen. Beachten Sie auch § 12 des Gastwirtschaftsgesetz bzw. Punkt 4 der Verfügung Nr. 85-23-124 vom 24.10.2013 der Sicherheitsdirektion.

Der Gemeinderat hofft nicht, zu solch drastischen Massnahmen greifen zu müssen, hätte jedoch bei Nichteinhaltung der Aufforderung keine andere Wahl.“

Zitat Ende.

Sollte der Gemeinderat die angedrohten Massnahmen ergreifen, wofür er notabene durch die Ausstandspflicht von Jacqueline Wunderer nicht einmal eine qualifizierte Mehrheit benötigt, würde das de facto das Ende des Unternehmens bedeuten. Was der Rat offenbar billigend in Kauf nimmt, betrachtet man das nun Folgende.

Interessant ist, dass nicht nur jede rechtliche Grundlage fehlt, um überhaupt eine solche Verwarnung aussprechen zu können, gleichzeitig wird der Wirtin auch das rechtliche Gehör verweigert: das Schreiben enthält weder eine Aufforderung zur Stellungnahme, noch eine Belehrung über die rechtlichen Möglichkeiten, die der Verwarnten zur Verfügung stehen. Die Gemeindeverwaltung bzw. der agierende Teil des Gemeinderates scheint nicht den Hauch einer Ahnung von den einfachsten, grundlegenden rechtlichen Anforderungen zu haben, hat aber gleichzeitig offenbar kein Problem damit, einem mühsam aus privaten Ersparnissen aufgebauten Betrieb mit diesem Vorgehen möglicherweise die Existenzgrundlage zu entziehen.

Die Krönung dabei ist jedoch die Tatsache, dass dem Gemeinderat überhaupt keine Kompetenz für diese Verwarnung zukommt: er stützt sich zwar auf das kommunale Polizeireglement vom 11. September 2000, übersieht dabei jedoch, dass ein Gemeinderat nach dem heute geltenden Gemeindegesetz überhaupt keine Verwarnungskompetenz mehr hat.

Der Anwalt und die Antwort

An diesem Punkt hat das Restaurant einen Anwalt einschalten müssen: auch wenn die Verwarnung alleine ihrer Form wegen kaum formelle Gültigkeit haben dürfte, ist eine fristgerechte Einsprache und Einsprachebegründung erforderlich.

In der Einsprachebegründung vom 5. Oktober 2017 sind alle Punkte aufgeführt, von den formalen Fehlern der Verwarnung über die Nichtzuständigkeit des Rates bis zu der Tatsache, dass keine belegten Fakten vorhanden sind, sondern der Gemeinderat sich ausschliesslich auf Aussagen der Anwohner stützt. Zudem wird noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Restaurant gemäss Zonenplan in einer gemischten Wohn- und Geschäftszone liegt, für deren Nutzung im kantonalen Raumplanungs- und Baugesetz explizit Wirtschaften, Restaurants und Hotels genannt werden.

Was aber tut nun der Gemeinderat? Eine klare Antwort nach Konsultationen mit dem eigenen Anwalt (den am Ende ja wieder wir Steuerzahler finanzieren)? Ein Rückzug der Verwarnung, weil sie formal wie inhaltlich nicht einmal ansatzweise geltendem Recht entspricht? Eine Information an die klagenden Anwohner, dass, wer neben einer alten Kirche baue, sich nicht anschliessend über Glockengeläut beschweren könne?

Nein. Es folgt einfach… nichts. 3 Monate ist die Einsprache nun alt, eine Antwort ist wohl für Mitte Januar angekündigt. Weit über 3 Monate ist der Gemeinderat nicht einmal in der Lage, eine Stellungnahme zu der Einsprachebegründung abzugeben.

Man darf davon ausgehen, dass der Rat in der Zwischenzeit durchaus mit einem Anwalt Rücksprache genommen hat. Das Schweigen, das nun schon drei Monate andauert, lässt jedoch darauf schliessen, dass selbst die eigenen Abklärungen nicht zu einem für den Rat positiven Ergebnis kommen, ansonsten man diesen ja sicherlich schon mit grösstem Vergnügen umgehend publiziert hätte.

So hat sich der Gemeinderat wohl gründlich vergaloppiert. Zeigt man nun Rückgrat und zieht die Verwarnung zurück? Davon ist zumindest bisher nichts zu sehen. Im Gegenteil, weitere Gespräche mit Anwälten und Behörden werden wohl folgen, Zeit und (Steuer-)Gelder verschwendet, das kleine Unternehmen weiter im Ungewissen gelassen.

Der oberste Laufentaler Wirtschaftsförderer und die Wirtschaftsförderung

Pikant an der Geschichte ist jedoch auch eine andere Tatsache: unser Gemeindepräsident ist gleichzeitig Präsident der Promotion Laufental, also unserer regionalen Wirtschaftsförderung. Vielleicht habe ich eine altmodische Vorstellung von Wirtschaftsförderung, es ist für mich jedoch vollkommen unverständlich, dass der Präsident des Vereines, der oberste Vertreter der Gruppierung, die sich explizit für den Standort Laufental als Wirtschaftsstandort einsetzt, der das Klima für die Ansiedlung von Unternehmen fördern und damit gute Voraussetzungen für Arbeitsplätze und Wohlstand in der Region schaffen sollte, nun scheinbar alles tut, um trotz fehlender Rechtsgrundlage, unbelegter Anschuldigungen und grundlegend fehlender Kompetenz für dieses Vorgehen die Verwarnung durchzusetzen. Gerade Restaurationsbetriebe haben es nicht leicht, gleichzeitig gehören sie noch zu den wenigen Unternehmen, die lokal auch weniger qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen können und so gerade denen Arbeit und Lohn geben, die es sowieso schon schwer haben in Zeiten von Industrie 4.0, Hightech und steigenden Anforderungen an Ausbildung und Fachwissen.

Dass allem Anschein nach ausgerechnet der Präsident der Wirtschaftsförderung zumindest nichts zu unternehmen scheint, um bei rechtlich derart unhaltbaren Anschuldigungen für das Unternehmen einzutreten, das lässt sicherlich auch die Frage zu, wie glaubwürdig er der Wirtschaftsförderung überhaupt vorstehen kann.

Nochmals die Glocken und die Gülle

Um das klar zu sagen: ich persönlich würde nicht direkt neben einem Restaurant wohnen wollen. Dass Menschen draussen sprechen, dass einmal jemand ausruft, dass Menschen herumlaufen, über den Durst trinken, Gläser klirren, einmal etwas herunterfällt, das ist alles Teil eines normalen Restaurationsbetriebs.

Nur: wenn ich mein Haus direkt neben ein bestehendes Restaurant baue, es dazu noch so ausrichte, dass die Schlafzimmer genau auf der Seite desselben liegen, und mich dann über die Geräusche beklage, die ein Restaurant nun einmal mit sich bringt, dann muss ich mich auch fragen lassen, warum der bestehende Betrieb für meine Entscheidung in Haftung genommen werden soll.

Und egal, ob Beschwerden aus der Gemeinde von Parteifreunden oder politischen „Gegnern“ kommen, ob persönliche Beziehungen bestehen oder sich Vor- oder Nachteile welcher Art auch immer ergeben: der Präsident der Gemeinde ist Präsident aller Röschenzer, egal welcher Partei, Meinung, Gruppierung sie angehören. Und zu diesem Amt gehört auch, dass man unangenehme Entscheidungen treffen muss, dass persönliche Beziehungen zurückstehen müssen, dass auch eigene Fehleinschätzungen offen korrigiert werden müssen: nur ein solches Verhalten zeugt von der notwendigen Souveränität und Reife, die aus meiner Sicht in diesem Amt erforderlich sind.

Der derzeitige Stand des Theaters (anders kann man es kaum nennen) um die Verwarnung des Restaurants hinterlässt eher den schalen Geschmack politisch motivierter Intrigen und persönlicher Kleinkriege als den einer souveränen, für klare, belegbare und der Gemeinde als Wohn- und Wirtschaftsstandort zuträglichen eintretenden Gemeindeleitung.

 

Holger Wahl

Mitglied der Promotion Laufental
ehem. Gemeinderat Röschenz

 

4 Comments

  1. Pascal Schweighauser.

    Sehr geehrter Herr Wahl.

    Ihr „Blick“ Jurnalismus ist nicht professionell.
    Sonst würden sie sich beide Seiten anhören und nicht nur die von Frau Wunderer.
    Was sie schreiben stimmt hinten und vorne nicht.
    Uns geht es nur darum das die Nachtruhe ab 22:00 Uhr eingehalten wird und nicht erst zwei bis drei Stunden später.

    Also machen sie doch das was sie am besten können aber lassen sie die Finger vom schreiben und andere Leute in die Pfanne hauen…..

    • Holger Wahl

      Sehr geehrter Herr Schweighauser,

      vielen Dank für die Rückmeldung.

      Ich bin kein Journalist, sondern betreibe einen Blog, der sich mit Themen unserer Gemeinde befasst. Die Darstellung Ihrer Seite durfte ich mir sehr ausführlich zu Gemüte führen, Frau Wunderer hat mir alle Beschwerden zur Verfügung gestellt, die sie in ihrer Funktion als Wirtin des Restaurants erhalten hat. Einseitig, denke ich, sind meine Informationen daher nicht, Sie und Ihre Nachbarn haben ja sehr ausführlich Ihre Wahrnehmung dargestellt. Und dass durchaus Verbesserungsbedarf bestand, hat letzten Endes auch Frau Wunderer durch die Massnahmen akzeptiert, die sie durchgeführt hat und die Sie und Ihre Nachbarn in Ihren Antwortschreiben ja auch bestätigt haben.

      Der Kern des Artikels dreht sich jedoch um etwas ganz anderes, nämlich um die rechtliche Handhabung des Themas durch den Gemeinderat. Vollkommen unabhängig davon, wer was gemacht oder nicht gemacht hat, kann und darf eine Gemeindeverwaltung und / oder ein Gemeinderat keine Verwarnung aussprechen (dazu fehlt die rechtliche Grundlage), zudem muss sie, wenn sie sich schon dazu bemüssigt fühlt, der Beklagten das rechtliche Gehör gewähren und sie über ihre Möglichkeiten, Rechte und Pflichten in diesem Fall aufklären. Zudem, und das ist der wichtigste Punkt, sind rechtlich stichhaltige Belege für ein Fehlverhalten erforderlich. All das ist nach meinem Eindruck nicht geschehen, und eine solche Handhabung in Bereichen, die existentieller Natur für den oder die Beklagte sein können, ist schlicht nicht hinnehmbar.

      So etwas sollte jeden Einwohner interessieren, letzten Endes auch Sie, unabhängig von Ihrer speziellen Situation in diesem Fall: an dem Tag, an dem Sie von der Gemeinde selber, einem Nachbarn oder anderen Anwohner beklagt werden, an dem Tag erwarten Sie ja ebenfalls, dass man Sie rechtlich korrekt behandelt und Sie nicht ohne stichhaltige Beweise, ohne rechtliches Gehör und ohne eine Rechtsmittelbelehrung verwarnt oder gar gebüsst werden.

      Sie werden meine Sicht der Dinge nicht teilen, das erwarte ich auch nicht, ich hoffe jedoch, dass Sie bei allem Ärger, den Sie verspüren, auch den Sinn und die Notwendigkeit der Einhaltung unserer Rechtsgrundlage akzeptieren können. Denn für diese wird jeder von uns eines Tages vielleicht einmal dankbar sein.

      Freundliche Grüsse,

      Holger Wahl

  2. Kati Kressig

    Es ist doch immer wieder spannend, auf welchen Plattformen man sich seinem Ärger und Frust, Luft und Gehör verschaffen kann.

  3. Mathias Kressig

    Gerne möchte ich an dieser Stelle auch noch meine Meinung zum Artikel kundtun, nachdem ich diesen überflogen habe. Leider sind in diesem sehr einseitigen Text doch einige „Unwahrheiten“ enthalten, weshalb ich ihn auch nicht komplett zu Ende gelesen habe. Ich finde Ihre Vorwürfe einigen Menschen – auch Behördenmitgliedern – gegenüber teils sehr diffamierend, was bei mir einen fahlen Nachgeschmack hinterlässt. Da wird ja –
    nicht zum ersten Mal – richtig dreckige Wäsche gewaschen. Schade, dass man so miteinander umgeht und derart einseitig Partei ergreift.
    Stellen Sie sich bitte Folgendes vor: Sie besitzen irgendwo in einem Quartier ein Haus und haben ein kleines Kind zu Hause. Dieses kann nachts ab und zu wegen des Lärms, der im Nachbareinfamilienhaus entsteht, nicht schlafen. Was werden Sie tun? Klar, Sie sagen sich, der Lärm geht in Ordnung, weil ja der Nachbar das Haus vor Ihnen dort gebaut hat und Sie ja gewusst haben, dass es immer mal wieder lauter werden kann, weil Ihr Nachbar ja als etwas partyfreudigerer Geselle gilt. Aber das ist für Sie sicherlich halb so schlimm: Bestimmt haben Sie Ihre Zimmer so ausgerichtet, dass niemand ein Zimmer Richtung Nachbar hat. Als Familie ist dies ja kein Problem. Da braucht man ja nur ein Schlafzimmer, denn hier schlafen mehrere Kinder und die Eltern eben in einem Zimmer auf der anderen Hausseite. Hat man ja im Mittelalter auch gemacht.
    Sie können mir glauben: Die Nächte können so sehr lange werden, wenn man nachts nicht schlafen kann, und um die Laune am folgenden Tag ist es folglich auch nicht bestens bestellt. Die üble Laune wegen zu wenig Schlaf bekommen dann halt die Partnerin, das eigene Kind oder die Arbeitskollegen zu spüren, die ja am meisten an der Situation schuld sind.
    Ob dieser Text, in dem Sie viele interne Informationen preisgeben, die Wirkung hat, die Sie (oder wer auch immer) sich vielleicht wünschen, ist sehr fraglich. So wird in dieser Angelegenheit nie Ruhe einkehren – obwohl ja eigentlich eine Lösung sehr einfach wäre (und die man ja im Grunde ja auch anstreben müsste). Wenn dies Ihr Ziel war, haben Sie dies wohl erreicht. Sehr schade! Auch wegen der Steuergelder, um die Sie sich ja sorgen.
    Ein fürsorglicher Vater

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.